Klingertag am 03.12.2021

Max Klinger wurde am 18. Februar 1857 in Leipzig geboren und starb am 04.Juli 1920.

Seiner Persönlichkeit sowie unserer bald 100- jährigen Schulgeschichte wurde am heutigen Tag in den Klassenstufen 5 und 6 Raum gegeben. Dieser Tag förderte die Identifikation der Schülerinnen und Schüler mit der eigenen Bildungsstätte und hatte das Ziel, ein Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Schülerschaft zu erzeugen.

In der Klassenstufe 5 stand die Person Max Klingers mit seiner Leidenschaft für die Kunst im Fokus. Dazu betrachteten die Kinder verschiedene Werke Klingers, erfuhren interessante Fakten über Leipzig um 1900 und wurden über seinen Lebenslauf unterrichtet.

Die Klasse 6 beschäftigte sich mit der Entwicklung und den unterschiedlichen Facetten unserer Schulgeschichte, die teilweise von ehemaligen Schülerinnen vermittelt wurden. Dabei zeigten sie u.a. verschiedene Videosequenzen, die anschließend besprochen wurden.

Auf Grund der Corona Pandemie fiel der Klingertag 2020 leider aus. Daher wurde dieses Jahr der Inhalt der Klassenstufe 5 teilweise in den Ablauf der Klasse 6 integriert. Als Zusammenfassung des besonderen Tages fertigten alle Schülerinnen und Schüler ein Leporello an, welches im Klingerhefter aufbewahrt werden soll.

Ich bedanke mich ganz herzlich an dieser Stelle bei allen Kolleginnen und Kollegen, die mich bei der Durchführung des Klingertages unterstützten. 
C. Günther
(FL Gesellschaftswissenschaften)

Klingertag 2021

Exkursion Stolpersteine am 09. November 2021

„…Aber die Menschen von damals sie leben,

sie leben unter uns, zwischen uns, über uns,

wenn wir wollen…“ von Hans-Dieter Arntz

Anstatt Lehrbuchseiten zu erarbeiten und PowerPoint Präsentationen durchzugehen, ging die Klasse 10a im Rahmen des Geschichtsunterrichts am 09. November 2021 auf die Suche nach Erinnerungen zum Themenbereich Judenverfolgung.

Gemeinsam mit unserer Fachlehrerin Frau Günther besuchten wir einen Stolperstein. Dies sind kleine, im Boden verlegte Gedenktafeln, die an die Schicksale der Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus vertrieben, deportiert oder ermordet wurden, erinnern sollen. Der Stolperstein, welchen wir am heutigen Tag besuchten, wurde für Irma Rosenhein in der Zschocherschen Straße 87 gelegt. Dort besaß ihr Mann, Walter Rosenhein, 1922 einen Schreib- und Papierwarenladen.Ihre einzige Tochter Berta, von allen nur Bertel genannt, war Schülerin an der Max–Klinger-Schule. Daraus resultierend besitzt dieser Stolperstein einen ganz besonderen Stellenwert für uns.
Im Vorfeld dieser Exkursion hatten wir bereits im Fachunterricht eine kleine Gedenkfeier geplant und inhaltlich vorbereitet.
Als unsere Klasse an dem Haus in der Zschocherschen Straße 87 eintraf, fiel uns diese kleine Gedenktafel im Boden zunächst kaum auf. Nur bei genauerem Hinsehen konnte man etwas Glänzendes erkennen.
Als erstes trug eine Schülerin das Gedicht „Auschwitz“ von Hans-Dieter Arntz vor. Im Anschluss stellte eine andere Mitschülerin den Lebenslauf von Irma Rosenhein sowie ihrer Familie vor und ein Mitschüler reinigte gründlich den Stolperstein. Abschließend wurden vor Ort zwei Kerzen aufgestellt und wir legten Rosen nieder, um Irma Rosenheins zu gedenken.

Resümierend können wir feststellen:
Es war eine sehr schöne Idee von Frau Günther, diesen Stolperstein zu besuchen und an ihm der Opfer des Holocausts zu gedenken. Es ist ein ganz anderes Gefühl, etwas Praktisches zu tun und eine solche Gedenktafel zu besuchen, als im Unterricht zu sitzen und Lehrbuchseiten über die damalige Zeit zu lesen. Unserer gesamten Klasse hat diese Exkursion interessante Eindrücke vermittelt und das Ausmaß dieser Katastrophe noch einmal praxisnah aufgezeigt- denn diese Menschen sind alle ein Teil unserer Geschichte und sollten niemals vergessen werden.

Leia H. Wagner & Lara Dietze, Klasse 10

Juniorwahl an der Max-Klinger-Schule

Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klassen unserer Schule beteiligen sich vom 21.9. – 23.9.2021 im Rahmen eines Projekts zur politischen Bildung an der Juniorwahl in Vorbereitung auf den 26.9.2021, dem bundesweiten Wahltag für Bürger und Bürgerinnen in Deutschland ab 18 Jahren.

Bereits in den Monaten Juni/Juli vor den Sommerferien wurde mit der inhaltlichen Vorbereitung und Einstimmung auf dieses Ereignis durch die Fachlehrerinnen und -lehrer des Faches GRW begonnen. Im Mittelpunkt der ersten zwei Wochen des neuen Schuljahres standen Gespräche über Kandidatinnen und Kandidaten der einzelnen zur Wahl stehenden Parteien, Diskussionen zum Demokratieverständnis in der Bundesrepublik Deutschland, zum Wahlablauf und zu vielen anderen mit der Problematik verbundenen, relevanten Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Am 21.09. wählen die Klassen 10, am 22.09. die Klassen 9 und letztendlich am 23.09.2021 die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8. Der Wahlvorstand wird von der Profilgruppe der Klassenstufe 10 des gesellschaftswissenschaftlichen Unterrichts unter Leitung von Herrn Hildebrandt gestellt. Die erforderlichen Materialien, z. B. Wahlurnen, Wahlkabinen sowie die Wahlzettel , wurden von Kumulus e. V. Berlin in Zusammenarbeit mit dem Bundestag zur Verfügung gestellt.

Das Gesamtergebnis der Juniorwahl zur Bundestagswahl 2021 wird am Sonntag, den 26.09.2021 um 18:00 Uhr auf der Internetseite  www.juniorwahl.de, bei facebook, twitter und Instagram veröffentlicht. #juniorwahl

Die Juniorwahl ist eine Form von gelebter Demokratie und diese Tatsache soll im Zusammenhang mit Barack Obamas Zitat: „Wahlen allein machen noch keine Demokratie“ im Fazit deutlich werden.
C. Günther, Fachleiterin Gesellschaftswissenschaften

Juniorwahl 2021

„Die Würde des Menschen ist die Wahl.“ – Max Frisch

Im Rahmen der Bundestagswahl am 26.09.2021 führen wir an der Max-Klinger-Schule die Juniorwahl vom 21.-23.09.2021 durch. Demokratie erlebbar machen für die Jugendlichen bedeutet,  Wahlprogramme zu vergleichen, Fachtermini zu verstehen und das Procedere der Wahl zu durchlaufen.

Jugendparlament der Stadt Leipzig wird gewählt – MKS ist mit einem Kandidaten dabei

Liebe Schülerinnen und Schüler,
ich freue mich euch mitteilen zu können, dass bei der diesjährigen Wahl zum Jugendparlament der Stadt Leipzig, ein Schüler von uns kandidiert. Im nachfolgenden Schreiben erklärt er, was das Jugendparlament ist und was er erreichen möchte.
Bitte nehmt euer Wahlrecht in Anspruch!!!

„Stärker als der Tod ist die Liebe“

…so steht es am Eingang des Neuen Israelitischen Friedhofs in der Delitzscher Straße in Leipzig. Im Gedenken an die vielen deportierten und ermordeten Juden wurden heute, am 09.11.2020, erneut Stolpersteine im Stadtgebiet Leipzig geputzt und mit Kerzen sowie Blumen geschmückt. Ebenso wie viele andere engagierte Mitbürger und Institutionen hat die Max-Klinger-Schule in den Jahren 2014 und 2016 mehrere Stolpersteine setzen lassen, an denen wir heute der ermordeten Juden gedachten. Exemplarisch sehen Sie hier die Stolpersteine für Elena Matzkewitsch und ihre Familie in der Springerstraße 28. Coronabedingt konnte die diesjährige Stolpersteinaktion ausschließlich nur von Lehrern unserer Schule bzw. von ehemaligen Kollegen würdevoll gestaltet werden. Dennoch war sie auch dieses Jahr wieder eine Herzensangelegenheit aller Schülerinnen und Schüler sowie aller Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule.
Foto und Artikel von C. Günther

Wir lieben Theater!

Unter diesem Motto fuhr der Theaterbus der Max – Klinger – Schule am 27.11. 2019 erstmalig auf Tour.
Wir hatten „Woyzeck“ von Georg Büchner ausgewählt und fuhren mit dem blau beleuchteten Minibus nach Dresden. Die Landeshauptstadt begrüßte uns freundlich mit dem gerade eröffneten Striezelmarkt, außerdem ließ uns die barocke Kulisse der Stadt erstaunen.
Frau Zetzmann und Frau Lennert begleiteten die theaterliebenden Schülerinnen und Schüler, die eine fantastische, streitbare und nervenzerreißende Aufführung im Dresdener Schauspielhaus erlebten.
Der Theaterbus ist ein Ganztagsangebot unserer Schule und zur nächsten Aufführung sind wieder Interessierte ganz herzlich eingeladen. Es war eine tolle Erfahrung und wir freuen uns über alle Mitreisenden.

K. Lennert

Geschichte in Halle gefunden

Dienstag, der 19.11.2019, war ein spannender Tag für uns. Vor der Schule wartete eine Bus, der uns nach Halle zum Landesmuseum für Vorgeschichte brachte. Im Museum haben wir uns in 4 Gruppen mit unterschiedlichen Aktivitäten aufgeteilt: Schmuckstein, Steinzeittelefon, Lederbeutel und Keramik …

Gedenkaktion Mahnwache

Im Rahmen der Gedenkaktion “ Mahnwache und Stolpersteine putzen“ besuchte der Grundkurs 11 Geschichte von Frau Günther am 08.November zwei der drei Stolpersteine, welche beide am 09.September 2014 gesetzt wurden.

Dazu fanden sie sich zum Einen in der Schnorrstraße 20 ein, um Rosa Szyja und ihrer Familie zu gedenken. Dabei wurde der Stolperstein gereinigt, das Leben von Rosa gewürdigt, eine weiße Rose niedergelegt und ein Gedicht – passend zur erinnerungspoltischen Bedeutung dieses Tages – vorgetragen. Zum Anderen erfolgte dies in gleicher Form für Berta Rosenfeld in der Karl-Heine-Straße 47.

Diese zwei Geschichtsstunden waren für Schüler und Lehrerin geprägt von großer Emotionalität, was sich in den Fragen der Jugendlichen äußerte und wobei die Antworten zum Nachdenken über das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte anregten.

LK Geschichte 11 beim Festakt „30 Jahre friedliche Revolution“

Der 9. Oktober 1989 – ein Tag wie keiner – war der Höhepunkt der Friedlichen Revolution 1989/90 in der DDR und zu Tausenden demonstrierten die Menschen in Leipzig auf der Straße. Damit war dies die bis dahin größte Demonstration gegen das SED-Regime.

30 Jahre später, am 9.10.2019, durften wir, der LK Geschichte 11, ein Teil des Festaktes im Leipziger Gewandhaus sein. So eröffnete das Gewandhausorchester mit einer musikalischen Einlage die Veranstaltung und spielte zwischenzeitlich immer wieder ein musikalisches Stück. Ein großes Gänsehautgefühl hatten wir, als die Aufnahmen von der Montagsdemonstrationen 1989 mit den Rufen „Wir sind ein Volk!“ zu sehen  waren.

Es sprachen angesehene Gäste wie Leipzigs Oberbürgermeister Jung, der sächsische Ministerpräsident Kretschmer und als Höhepunkt der Bundespräsident Frank Walter  Steinmeier. Auch die sich anschließende Performance der Bundesinitiative „Dialog der Generationen“ spiegelte die Bedeutung dieses Festaktes wider.

Zum Ausklang der Festveranstaltung nahmen wir gemeinsam mit allen geladenen Gästen am Empfangsbüffet auf allen Ebenen des Gewandhauses teil. 

Nina Schülert
Leistungskurs Geschichte 11